Fallberichte


Frau, Mitte Dreißig, Mutter von zwei Töchtern, fühlte sich angespannt. Ständig gingen ihr alle möglichen Fragen im Kopf herum. Sie hatte alle möglichen Ängste, die ihr den Alltag oft sehr unangenehm machten. Wenn etwas passierte, suchte sie die
Fehler fast immer bei sich. Sie fragte ständig, „Warum ist etwas so oder so…?“. Ihr Mann meinte, dass sie viel zu perfektionistisch sei und viele alltägliche Ereignisse lockerer sehen sollte. Auf Nachfrage nach einer Woche bestätigte meine Klientin, dass es ihr viel besser ging. Nach fünf weiteren Wochen berichtete sie, dass ihr vieles klar geworden sei: sie habe bisher immer versucht, ihren Kopf durchzusetzen und sei viel zu dominant gewesen. Sie habe ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn sie es nicht allen recht machte, aber gleichzeitig habe sie gewollt, dass alles nach ihrem Kopf ginge. Jetzt könne sie alltägliche Ereignisse hinnehmen wie sie sind und ohne innere Konflikte das tun, was in der jeweiligen Situation notwendig sei. Sie ist ruhig und ausgeglichen, weil sie das Gefühl hat, richtig zu handeln. Das bedeutet, dass die Blockaden, die sie daran gehindert hatten, im Einklang mit sich und ihrer unmittelbaren Umgebung zu leben, durch die Aktivierung der Selbstregulation gelöscht worden sind.

Eine 17-jährige Schülerin wurde ihren Eltern gegenüber schnell laut, aufbrausend, pampig, patzig, was sie eigentlich gar nicht wollte und was ihr im Nachhinein sehr leid tat. Sie war stets eine gute Schülerin, die Schule fiel ihr leicht, aber seit einiger Zeit hatte sie keine Lust mehr, für die Schule zu
arbeiten und sich anzustrengen; in der Regel hatte sie trotzdem gute Noten, aber eigentlich würde sie gern die Beste sein. Ihre Probleme machte sie mit sich selbst aus, sie öffnete sich nicht gern anderen gegenüber. Nach dem ersten Termin fanden die Eltern ihre Tochter positiv verwandelt. Sie war wesentlich gelassener und hatte ihre frühere Diszipliniertheit wiedererlangt und sich für die Schule wieder angestrengt. Nach eigener Aussage war sie Mitschülern und Eltern gegenüber zwar kritischer, aber auch gelassener geworden. Sie musste nicht mehr von allen gemocht werden und fühlte sich nun wohl, so wie sie war. Auf Wunsch der jungen Frau kam es später zu einer zweiten Beratung. Die Blockaden, die diese Schülerin daran hinderten, sich und ihre Wünsche zu akzeptieren und sich dementsprechend angemessen in Schule und Elternhaus zu verhalten, waren durch die Aktivierung der Selbstregulation beseitigt worden.

Eine dreißigjährige Frau litt darunter, dass sie insbesondere vor dem Einschlafen oft sehr lange über Ereignisse des Tages grübelte. Sie war im Alltag oft ängstlich und unsicher, machte Probleme mit sich selbst aus, suchte immer das Negative. Es war ihr sehr wichtig, was andere von ihr dachten. Durch die Aktivierung der Selbstregulation wurden diese Blockaden aufgelöst. Die Frau fühlte sich weitgehend frei von Ängsten und ihre Unsicherheit war nahezu verschwunden. Sie hatte den Eindruck, im Einklang mit sich und ihrer Umwelt zu sein. Ertappte sie sich bei Anflügen von Grübeln oder Negativdenken, konnte sie das leicht stoppen.
 
Eine 43-jährige Frau fühlt sich müde und antriebslos, kann sich nicht entspannen, hat das Gefühl, immer etwas falsch zu machen, hat wenig Vertrauen zum eigenen Körper, Selbstzweifel, ein „Ja, aber“-Mensch.

Sie leidet unter Spannungskopfschmerzen, Kreislaufproblemen, Zwischenblutungen, Tinnitus, Schulter/Nacken-Verspannungen, Durchfall bei Stress, Ängsten, momentan Versagensängste, Prüfungsängste. Sie hat eine Neigung zum Grübeln und Depression. Sie ist ein Familienmensch und hat starke Bindungen an ihre räumlich weit entfernte Familie, die sie sehr vermisst. Sie zog der Liebe wegen um, hat nun jedoch Niemanden zum Reden, fühlt sich einsam, da ihr Mann beruflich die ganze Woche über unterwegs ist.

Sie ist sehr perfektionistisch, sie hat ein schlechtes Gewissen nichts zu tun, keine Arbeit zu haben, Sinnfrage. Erst die Arbeit dann das Vergnügen, kann ihre momentane Freizeit überhaupt nicht genießen. 

Sie hat eine strenge Erziehung hinter sich, als Kind keine Wärme und Zuneigung genossen. Sie besitzt wenig Selbstbewusstsein und macht lieber das, was andere meinen, was gut für sie wäre. So meinte Sie auch, nun endlich schwanger werden zu müssen, was letztendlich weder ihr Wunsch noch der Wunsch ihres Mannes war, sondern der ihrer Eltern, die gerne Großeltern werden wollten.

Das alles wird ihr in den beiden Beratungen bei mir bewusst. Nach Auflösung der Blockaden kann sie sich nun endlich entspannen und zweifelt nicht mehr an sich selbst. Was letztlich dazu führt, dass Sie sich um eine Stelle bewirbt und eine leitende Position angenommen hat, die sie aus- und erfüllt und den von ihren Eltern übernommenen Kinderwunsch mit Anfang Vierzig nun abhakt. Ihre Energielosigkeit ist verschwunden und sie kann ihre nun wenige freie Zeit und die Zweisamkeit mit ihrem Mann relativ stressfrei genießen.

 

 

48-jähriger Mann, der an undefinierbarem Unwohlsein leidet. Nebenbei wird deutlich, dass er an massiven Magenproblemen, Druckgefühl und Sodbrennen leidet, an Verstopfung, Schlafstörungen, starken Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen und Schmerzen beim Einatmen und mindestens 1x monatlich Migräne hat.

Nach drei Beratungen ist ihm klar, dass die Ursachen psychischer Natur sind und er unter anderem bedingt durch mangelndes Selbstbewusstsein sensibler auf sein Umfeld und seine Umwelt reagiert. Schnell liegt ihm etwas im Magen, bringt sein Herz aus dem Rhythmus und seine ganze Person aus dem Gleichgewicht, kann er vor lauter Sorgen, Grübeln, Ängsten und Nachdenklichkeit nicht einschlafen und macht sich wegen seines Hangs zum Perfektionismus selbst viel Stress und Kopfzerbrechen. Er hat ein grundsätzliches Problem mit dem Loslassen, da er bereits als Kind große persönliche Verluste in Kauf nehmen musste.

Eine Woche nach der zweiten Beratung (zwei Monate später) verschwanden seine Gefühle minderwertig zu sein und funktionieren zu müssen, es allen recht machen zu wollen und nicht so sein zu dürfen, wie er ist.

Nach der dritten Beratung nach vier Monaten fühlte er sich offen für eine neue Partnerschaft und lernte bald danach eine Frau kennen und lieben. Die Beschwerden, die er in den Beratungen geäußert hatte, haben sich aufgelöst, wie er mir berichtete.

 

59-jähriger Mann, der sich nicht mehr wohl fühlt in seiner Haut. In der Beratung berichtet er von einem Burn-out-Syndrom, einem Herzinfarkt, Tinnitus, massiven Versagensängsten, Melancholie und Depression.

Nach der ersten Beratung fühlte er sich sehr erleichtert, als wäre ihm ein Stein vom Herzen gefallen. In den nächsten Wochen, als er wieder arbeiten konnte, bestätigte ihm sein Umfeld, dass er viel lockerer und geduldiger sei und nicht mehr so perfektionistisch. Er konnte Arbeiten abgeben, was früher für ihn undenkbar war, da keiner es ihm gut genug machte.

Nach der zweiten Beratung nach zwei Monaten verringerte sich sein Tinnitus, der nun weniger bedeutsam war. Er konnte wieder ein offenes Ohr für Andere haben und die Belange anderer belasteten ihn nicht mehr so.

Er fühlte sich harmonisch und ausgeglichen, erkannte und akzeptierte Grenzen, was vor wenigen Monaten für ihn noch ein Ding der Unmöglichkeit gewesen war.